Pythium und Phytophthora gehören einer besonderen Ordnung an, die direkte Bekämpfung muss daher mit speziellen Fungiziden erfolgen. Wirksame Wirkstoffe gegen Pythium-Arten sind Propamocarb und Metalaxyl-M. Zur Bekämpfung von Phytophthora-Arten können Metalaxyl-M, Fosetyl oder Dimethomorph eingesetzt werden.
Symptomzeigende Pflanzen müssen sofort aus dem Bestand entfernt werden.
Befallsgefährdete Bestände sollten nicht überbraust werden, da sonst die Gefahr einer schnellen Verbreitung der Zoosporen besteht, in Betrieben mit Umlaufwasser besteht die Gefahr der Verbreitung über die Wurzeln.
Kulturgefäße, Stellagen, Gewächshaustische und Geräte, die mit infizierten Pflanzen oder Wasser in Berührung gekommen sind, müssen desinfiziert werden.
Zur Vorbeugung von Infektionen müssen die Kulturbedingungen verbessert werden. Dazu gehört neben der Vermeidung extrem hoher Temperaturen (Rechtzeitige Außenschattierung erforderlich) der vorsichtige Umgang mit Wasser. Die Luftfeuchtigkeit darf nur moderat ansteigen.
Die Bildung von stauender Nässe ist bei Orchideen-Substraten zwar nicht zu erwarten, trotzdem bestehen bezüglich der Phytophthora-Prophylaxe besondere Ansprüche an den verwendeten Pflanzstoff. Die eingesetzten Substrate dürfen sich nicht zu stark erwärmen, das würde zu einer erheblichen Schwächung der Pflanzen bei extremen Bedingungen führen und zum schnellen Krankheitsverlauf beitragen.